Ein funktionierendes Mikrobiom in Nase und Mund ist essenziell für eine effektive Immunabwehr, wird aber oft unterschätzt – obwohl diese Regionen
die erste Barriere für Krankheitserreger darstellen. Das Mikrobiom besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, die u. a. den
Schleimhautstoffwechsel unterstützen, Immunzellen aktivieren und den pH-Wert regulieren. Ein gestörtes Gleichgewicht (Dysbiose) in Mund oder Nase kann Infektanfälligkeit, Entzündungen und chronische Beschwerden wie Karies, Schnupfen oder Nebenhöhlenentzündungen begünstigen. Faktoren wie
Ernährung, Antibiotika, Rauchen, Nasensprays oder trockene Heizungsluft können das Milieu der Schleimhäute negativ beeinflussen und schädliche Keime begünstigen. Für die Regeneration und Stabilisierung des Mikrobioms sind ein ausgeglichener pH-Wert, ein hoher sIgA-Spiegel und eine große Artenvielfalt nützlicher Bakterien entscheidend.
Hilfreiche Maßnahmen sind unter anderem Ölziehen, basenreiche Ernährung, Zungenreinigung, pH-neutrale Mundspülungen, Nasenduschen mit Salzlösung und kalte Gesichtsgüsse zur Stärkung des Immunsystems. Der enge Zusammenhang zwischen Darm- und Schleimhautflora macht zudem den parallelen Aufbau der Darmflora mit Probiotika besonders sinnvoll. Besonders empfehlenswert ist eine kombinierte Anwendung von oralen und lokalen Probiotika, etwa nach Infekten oder Antibiotika-Gabe. Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, Schlaf, Stressreduktion und Verzicht auf schädliche Einflüsse rundet die Pflege des Mikrobioms ab und trägt langfristig zu einem starken Atemwegsschutz bei.
Weitere Informationen finden Sie in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Natur & Heilen“.
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