Natur & Heilen 07/2026 – Mundgesundheit bei Frauen & Astaxanthin

Zu viel Fruktose schadet den Nieren: Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) warnt vor den Nierenschäden durch übermäßigen Fruktosekonsum – gemeint ist nicht Obst, sondern industriell zugesetzter Fruchtzucker in Softdrinks, Energydrinks und Fruchtsäften (oft als Fruktose-Glukose- oder Maissirup). Dieser fördert Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz, was Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes begünstigt – die Hauptrisikofaktoren für chronische Nierenerkrankungen. Die DGfN empfiehlt, zuckergesüßte Getränke zu meiden und auf Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee umzusteigen.

Titelbild Juli-Heft 2026

Coenzym Q10 wirksam bei Depression: Eine systematische Übersichtsarbeit (5 randomisierte Studien, 474 Probanden) zeigt, dass Coenzym-Q10-Supplementierung depressive Symptome signifikant lindert – sowohl bei primären Depressionen als auch bei Depression als Folgeerkrankung. Hintergrund: Q10 wirkt in den Mitochondrien antioxidativ und antiinflammatorisch, was relevant ist, da Depression mit erhöhtem oxidativem Stress und Entzündungsprozessen einhergeht. Obwohl der Körper Q10 selbst produziert, ist der Spiegel bei Depressiven häufig erniedrigt – vermutlich durch erhöhten Verbrauch.

Zyklus, Hormone und Mundgesundheit: Gesunde Zähne sind nicht nur eine Frage der Mundhygiene, sondern stehen auch in engem Zusammenhang mit dem weiblichen Hormonhaushalt. Schwankungen von Östrogen und Progesteron während des Zyklus beeinflussen die Durchblutung, das Bindegewebe und die Immunreaktionen im Mundraum. Dadurch können Zahnfleischbluten, Schwellungen, erhöhte Empfindlichkeit sowie eine Verschlechterung bestehender Parodontitis-Beschwerden auftreten. Auch Schwangerschaft und Wechseljahre wirken sich deutlich auf Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und Kieferknochen aus. Während der Schwangerschaft steigt das Risiko für Zahnfleischentzündungen, in den Wechseljahren können sinkende Östrogenspiegel Knochenabbau, Zahnlockerungen und Mundtrockenheit begünstigen. Ebenso können hormonelle Verhütungsmittel die Mundflora, die Schleimhäute und den Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen beeinflussen. Für die langfristige Zahngesundheit sind daher neben einer sorgfältigen Mundpflege auch eine ausgewogene Ernährung, eine gute Versorgung mit Vitamin D, Vitamin K2, Magnesium, B-Vitaminen, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren sowie eine gesunde Darmflora von Bedeutung. Ein ganzheitlicher Blick auf Hormonhaushalt, Nährstoffstatus und Mundgesundheit kann dazu beitragen, Zähne und Zahnfleisch in allen Lebensphasen widerstandsfähig zu erhalten.

Astaxanthin – Das stärkste Antioxidans der Natur: Astaxanthin ist ein natürliches Carotinoid aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis und zählt zu den stärksten bekannten Antioxidantien. Seine außergewöhnliche Fähigkeit, freie Radikale zu neutralisieren, macht es zu einem wichtigen Schutzstoff gegen oxidativen Stress – einen zentralen Faktor bei Alterungsprozessen und zahlreichen chronischen Erkrankungen. Dank seiner besonderen Struktur kann Astaxanthin sowohl wasser- als auch fettlösliche Bereiche der Zellen schützen und so Zellmembranen, Mitochondrien und sogar die DNA vor Schäden bewahren. Studien weisen auf vielfältige gesundheitliche Vorteile hin. Astaxanthin kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit unterstützen, indem es oxidiertes LDL-Cholesterin reduziert, die Gefäßfunktion verbessert und entzündliche Prozesse abschwächt. Zudem gelangt es über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn und kann dort neuroprotektive Effekte entfalten. Auch die Augen profitieren von seinen antioxidativen Eigenschaften, insbesondere bei altersbedingten Veränderungen und hoher Bildschirmbelastung. Darüber hinaus trägt Astaxanthin zum Schutz der Haut vor UV-bedingtem Stress bei, unterstützt die Kollagenbildung und kann so zu einem frischeren Hautbild beitragen. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und zellschützenden Eigenschaften gilt Astaxanthin als vielseitiger Begleiter für Vitalität und gesundes Altern.

Lese-Tipp:

Herz und Kreislauf bei Hitze mit Mineralstoffen stärken: Bei Hitze steigt die Belastung für das Herz-Kreislauf-System erheblich, da das Herz mehr leisten muss und durch Schwitzen wichtige Elektrolyte verloren gehen. Besonders relevant sind Kalium (elektrische Stabilisierung der Herzmuskelzellen; Mangel kann Herzrhythmusstörungen auslösen; Bedarf: 2–3 g/Tag) und Magnesium (Herzmuskelkontraktion und Gefäßtonus; Bedarf: 300 mg/Frauen, 350 mg/Männer). Ergänzend kann Weißdorn (Crataegus) unterstützen: Er stärkt die Kontraktionskraft, reguliert den Blutdruck in beide Richtungen, verbessert die Durchblutung des Herzmuskels und stabilisiert Nervenmembranen. Allgemein empfohlen werden außerdem ausreichend Trinken, leichte Kost und die Vermeidung kreislaufbelastender Aktivitäten in der Hitze.

Weitere Informationen finden Sie in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift „Natur & Heilen“.


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