Gesunde Zähne und Zahnfleisch, ganz einfach und natürlich

Unsere Mundflora ist ein wichtiger Faktor für ganzheitliche Gesundheit. Eine entzündungshemmende Ernährung und bestimmte Vitalstoffe schützen das Zahnfleisch und halten die Mundflora im Gleichgewicht. Chronische Entzündungsprozesse – auch im Zahnbereich – verlangen nach mehr Mikronährstoffen, um das Immunsystem zu stabilisieren und Entzündungen wieder loszuwerden. Bei einer unbehandelten Parodontitis können Bakterien über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen und entzündliche Abwehrreaktionen im ganzen Körper auslösen. Häufig sind solche „Zahnstörfelder“ versteckte Ursache für massive Gesundheitsbeschwerden. Fördern sie entzündungsarme Umgebungsfaktoren durch vitalstoffreiche Frischkost mit Antioxidantien, Vitamin E, Carotinoiden, Coenzym Q10, Omega 3 und Kokosöl. Gesunde Zähne wollen mehr als nur Zahnpasta!

Eine antientzündliche Naturkost reduziert das Risiko für Zahnfleischentzündungen und Zahnverlust. Zu diesem Ergebnis kam 2016 eine Studie der Uniklinik Freiburg. Probanden, die viele entzündungshemmende Lebensmittel zu sich nahmen, bekamen deutlich seltener Entzündungen im Mund als solche, die sich typisch westlich ernährten (viele Kohlenhydrate, gesättigte Fettsäuren). Eine Analyse des NHANES (National Health and Nutrition Examination Survey) aus 2017 zeigt, dass Probanden mit einer besonders antientzündlichen Ernährung im Durchschnitt 0,84 Zähne weniger verlieren. Diese Effekte ließen sich nicht nur kurzfristig beobachten – eine kluge, vitalstoffreiche Ernährung hat langfristig Einfluss auf orale Entzündungsparameter.

Vitamin E und Lycopin gegen Paradontitis. Eine Studie aus 2015 konnte beweisen, dass Parodontitis-Patienten durch diese beiden antioxidativen Vitalstoffe weniger Plaque, Zahnfleischschwund, Blutungen aufwiesen und weniger Arztbesuche nötig hatten. Die Wissenschaftler verknüpfen die Entstehung von Parodontitis eng mit oxidativem Stress. Eine erhöhte Aufnahme antioxidativer Substanzen kann diesem entgegenwirken, indem sie ein Übermaß freien Radikalen reduziert.

Coenzym Q10-Mangel begünstigt paradontale Entzündungen.Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Parodontitis eine 20 – 63 % geringere Coenzym Q10-Konzentration im Zahnfleischgewebe aufweisen und der Krankheitsverlauf durch eine niedrige Coenzym Q10-Konzentration beschleunigt werden kann. Im Rahmen einer Studie der Nihon Universität bekamen Parodontitis-Probanden zwei Monate lang entweder 150 mg Q10 am Tag oder eine Placebo. Die Q10-Probanden hatten weniger Plaque, weniger Zahnfleischbluten und -rückgang, weniger Mundgeruch und eine höhere antioxidative Aktivität im Speichel. Bei lokalen Auftragen oder Einnahme von Coenzym Q10 Pulver wurde eine Verbesserung der Zellatmung und Energieversorgung der Mitochondrien beobachtet, welche die metabolische Situation im Zahnfleischgewebe verbessert.

Omega 3-Fettsäuren schützen den Zahnapparat. Die entzündungshemmende Wirkung von Omega 3 wurde in Studien vielfach bewiesen und kann auch Entzündungen im Mundbereich lindern. Gesättigte Fettsäuren und Transfette werden hingegen mit einem gesteigerten Risiko für Parodontitis assoziiert. Eine australische Studie aus 2016 fand heraus, dass Omega 3-Fettsäuren die Perodontose-Therapie sinnvoll unterstützen können. Die Wissenschaftler nutzen für ihre Analyse Fischöl, aber auch Krillöl oder Algenöl können eine hochwertige und Omega 3-reiche Alternative sein. Andere pflanzliche Quellen für Omega 3-Fette sind z.B. Leinöl, Hanföl, Walnüsse und Chiasamen.

Kokosöl wirkt antibakteriell und pflegt die Mundflora. Natives Kokosöl besteht zu mehr als 50 % aus Laurinsäure, eine mittelkettige Fettsäure (MCT). Auch die enthaltene Carpinsäure hat eine antibakterielle Wirkung. Aber Ölziehen mit Kokosöl kommt nicht nur der Dentalhygiene zu Gute, sondern hellt die Zähne auch auf natürliche Weise auf. Neben der Anwendung im Mundbereich eignet sich Kokosöl zur natürlichen Hautpflege, Zeckenabwehr und Prävention von Demenz.

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