Erdmandeln: die süße Wohltat für den Körper

Die Erdmandel (auch Chufas oder Tigernut) erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht nur bei gesundheitsbewussten Menschen. Mit hohem Ballaststoffteil, pflanzlichen Proteinen und natürlichen Zuckern erweist sie sich als starke Unterstützung in allen Lebenslagen. Ihr vollmundiger, leicht süßlicher Geschmack macht die Erdmandel zur beliebten Zutat in Smoothies, Keksen und Broten.

Die Erdmandel entstammt der Gattung der Zypergräser, kommt ursprünglich aus dem Mitelmeergebiet und wurde von den Arabern im 8. Jahrhundert nach Spanien eingeführt, wo sie bis heute und vorallem rund um Valenzia angebaut wird. Tigernüsse werden direkt nach der Ernte bis zu 3 Monate zum Trocknen eingelagert. Ihr runzliges Aussehen erklärt sich durch den bei der Trocknung entstehenden Wasserverlust. Eine bekanntere Schwester der Erdmandel ist die Wasserkastanie, eine süßlich schmeckenden Nuss, die im asiatischen Raum weit verbreitet ist und als Grundzutat in der chinesischen Küche dient.

Beim Begriff „Erdmandel“ mag man zuerst an eine ausgefallene, unterirdisch wachsende Nuss denken. Doch obwohl ihr Aussehen stark an eine Erdnuss erinnert, wird die Erdmandel offiziell als Knolle eingestuft. Schon beim ersten Biss in die Chufa offenbart sich ein explosives Geschmackserlebnis, das nicht nur Gesundsheitsfreunde verzückt. Die Zugabe von Erdmandelmehl verleiht jedem Gericht eine vollmundige, leicht karamellige Note.

Vitalstoffe der Erdmandel: Mineralien, Vitamin C und E, Linolsäure …
Die Erdmandel glänzt mit einem hervorragendem Vitalstoffprofil. In der Chufas enthaltene Mineralien sind Chrom, Phosphor, Magnesium, Mangan, Eisen, Kupfer und Zink. Alle vitalen Funktionen wie Knochenbau, Gewebe und Blutkreislauf bauen vor allem auf Mineralstoffen und Spurenelementen auf; Mineralien sind die Grundlage eines gesunden Körpers. Vitamine E und C straffen Haut und Gewebe und unterstützen die körpereigene Abwehr. Zu erwähnen ist auch ihr hoher Gehalt an Linolsäure. Linolsäure stärkt das Herz und soll positiv bei einem zu hohen Cholesterinspiegel wirken.

Gesunde Süße
Besonders die angenehme süße Note der Erdmandel sticht hervor. Ihre natürliche Süße macht die Chufas zum Bonbon unter den Knollen, ihr glykemischer Index liegt mit 55 im niederen Bereich. Der „Glyx“ misst die blutzuckersteigernde Wirkung eines Lebensmittel; je geringer der Wert, desto weniger wird der Blutzuckerspiegel erhöht. Besonders profitieren Diabetiker, Übergewichtige und Sportler, wenn sie sich bei der Nahrungswahl am Glyx-Wert orientieren. Auch die in der Erdmandel enthaltende Aminosäure Arginin, kann bei Diabetis positives bewirken. Arginin steigert die Insulinfreisetzung und mindert so den Insulinbedarf.

Gemahlene Erdmandeln eignen sich hervorragend als Zutat zum Süßen von Shakes und Smoothies – nicht nur für Diabetiker. Dazu kommen Mineralien, Vitamine und Ballastoffe für den Extra-Schub an Energie.

Bringt den Darm in Schwung
Erdmandeln sind reich an Ballaststoffen. Ballaststoffe regen Darm und Verdauung an. Offenbar helfen sie bei der Vorbeugung einer ganzen Reihe von Krankheiten, darunter Diabetes mellitus, Herzinfarkt und Arteriosklerose. Da Erdmandeln leicht wärmend auf den Verdauungstrakt wirken, sind sie ein beliebtes Mittel gegen Blähungen. Horchata de Chufa, traditionelle Erdmandelmilch kommt in Spanien als potente Rezeptur bei Verstopfung zum Zuge.

Laut einer Studie der Universität Miquel Hernandez kann der Konsum von Erdmandeln bei Darmkrebs helfen. Einige der Ballaststoffe aus der Erdmandel können demnach die Entstehung von Darmkrebs und anderen pathogenen Krankheiten verhindern. Weitere Bestandteile der Erdmandel, die zur besseren Balance des Verdauungstrakts beitragen sind die Enzyme Catalase, Lipase und Amylase.

Wohltat-Fakten der Erdmandel auf einen Blick. Erdmandeln …
– verhindern Verstopfung und Blähungen,
– versorgen den Körper mit essentiellen Mineralien wie Eisen, Kalzium und Magnesium,
– sind eine pflanzliche Proteinquelle,
– enthalten Vitamin B1: wichtig fuer Muskeln und Nervensystem,
– enthalten mehr Ballastoffe als Kiwis und Haferflocken.
– Das Oel in der Erdmandel ist Olivenöl ähnlich,
– Die Zugabe Erdmandelmehl wertet den Vitalstoffgehalt von Kuchen, Keksen und Broten deutlich auf.
– In China wird Chufassaft verwendet, um Leber und Herz zu stimmulieren und um Magen- und Menstrutionsbeschwerden zu behandeln.
– Erdmandeln sind reich an Linolsäure, die schlechtes Cholesterin mindern und so vor Herzinfarkt und Thrombose schützen kann.
– besänftigen den Magen.

Top-Fruits-Extra-Tipp:
Damit Ihnen der Einstieg in die Welt der Erdmandel leicht fällt: Probieren Sie eines oder einige unserer Erdmandel-Rezepte für Genießer.

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