Natur & Heilen 11/2026 – Ernährung nach Hildegard von Bingen
Nachtkerzenöl und Vitamin E können zyklusbedingtes Brustspannen lindern
Eine Studie mit 126 Frauen untersuchte über sechs Monate die Wirkung von Nachtkerzenöl und Vitamin E auf zyklusbedingte Brustschmerzen und Spannungsgefühle. Die Teilnehmerinnen erhielten entweder täglich 2.000 mg Nachtkerzenöl, 400 mg Vitamin E, eine Kombination beider Substanzen oder ein Placebo. Die deutlichste Schmerzlinderung zeigte sich bei der kombinierten Einnahme von Nachtkerzenöl und Vitamin E. Hier reduzierten sich die Beschwerden um durchschnittlich 4,5 Punkte auf der Schmerzskala. Die Ergebnisse deuten auf ein mögliches Potenzial zur Linderung zyklusbedingter Brustbeschwerden hin.
Was darf ich eigentlich noch essen? – Orientierung durch Hildegard von Bingen
Angesichts ständig wechselnder Ernährungstrends und widersprüchlicher Empfehlungen bietet die Ernährungslehre nach Hildegard von Bingen einen einfachen Ansatz: Entscheidend ist nicht nur, welche Lebensmittel als gesund gelten, sondern vor allem, wie gut sie dem Einzelnen bekommen.
Hildegard unterschied zwischen gesunden und kranken Menschen und empfahl eine individuell angepasste, möglichst naturbelassene Ernährung. Im Mittelpunkt stehen Dinkel, gut verträgliches Gemüse, gedünstetes Obst, hochwertige Fette und verdauungsfördernde Gewürze wie Fenchel, Galgant und Bertram.
Bestimmte Lebensmittel, sogenannte „Küchengifte“, gelten in der Hildegard-Heilkunde als potenziell belastend für geschwächte Menschen. Dazu zählen beispielsweise Schweinefleisch und nach späteren Interpretationen auch Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Kartoffeln. Diese Einordnung ist jedoch nicht mit einer wissenschaftlich belegten generellen Schädlichkeit gleichzusetzen.
Die zentrale Botschaft lautet: Bewusste Lebensmittelauswahl statt strenger Verbote. Einfache, schonend zubereitete Mahlzeiten, regelmäßige Essenspausen und die aufmerksame Wahrnehmung der eigenen Verträglichkeit können helfen, wieder mehr Vertrauen in die eigene Ernährung zu gewinnen.
Weitere Informationen finden Sie in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Natur & Heilen“.
