Natur & Heilen 09/2021 – Orthomolekulare Medizin

Schmerzende Gelenke – Hagebutte, Vitamin K und Vitamin D in Kombination: Um Schmerzen bei Arthrose zu lindern, die Gelenkfunktion zu erhalten und die fortschreitende Gelenkzerstörung einzudämmen, bietet sich eine Kombinationstherapie aus Hagebutten-Extrakt, Vitamin K und Vitamin D an.

Zucker auch für Fettleber verantwortlich: Schweizer Wissenschaftler konnten aufzeigen, dass Zucker neben anderen Wirkungen auch die Fettsynthese in der Leber ankurbelt. Im Rahmen einer Untersuchung an zwei Kontrollgruppen fanden sie heraus, dass selbst geringe Mengen an zugesetzter Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker aus Fructose und Glucose) die körpereigene Fettproduktion in der Leber gegenüber der zuckerfreien Kontrollgruppe um das Doppelte steigerte. 

Orthomolekulare Medizin – Mikronährstoff-Supplementierung als Therapie: Es gibt körpereigene Substanzen, die als medizinische Wirkstoffe zugeführt werden müssen: Insulin für Diabetiker, Vitamin D und Calcium bei Osteoporose, Vitamin A bei trockenen Augen – so weit bekannt und üblich. Doch darüber hinaus scheiden sich die Geister an der orthomolekularen Medizin, die Vitalstoffe nicht nur bei verschiedenen Beschwerden, sondern auch präventiv einsetzt. Viele Ärzte halten sie für unnötig und warnen gar vor den Gefahren einer möglichen Überdosierung. Auf der anderen Seite gibt es überzeugte Anhänger, die täglich Präparate einnehmen. Was ist dran an der Diskussion um Vitalstoffe?
Obwohl Menschen schon immer intuitiv zu bestimmten pflanzlichen oder tierischen Nahrungsmitteln gegriffen haben, um sich rundum gesund zu ernähren – z. B. Lebertran als Vitamin-D- oder Sauerkraut als Vitamin-C-Quelle –, sind die genauen Inhaltsstoffe von Lebensmitteln erst in den letzten Jahrzehnten erforscht, isoliert und mit bestimmten Krankheiten und deren Behandlung in Zusammenhang gebracht worden. Wissenschaftlich beschäftigt sich die sogenannte orthomolekulare Medizin mit diesen Themen und gilt als Brückenschlag zwischen Ernährungswissenschaft und Medizin. 

Melatonin – viel mehr als nur ein Schlafhormon: Seit Jahrzehnten ist Melatonin als natürliche Einschlafhilfe bekannt. Doch neben seinen schlaffördernden Eigenschaften hat sich das Hormon durch weitere positive Wirkungen einen Namen gemacht. Es fungiert als antioxidativer Schutz vor freien Radikalen, stärkt unser Immunsystem und kann helfen, Blutdruck und Cholesterinwerte zu senken. Aktuelle Studien belegen sogar seine Wirkung im Kampf gegen Krebs, Diabetes, Demenz oder Unfruchtbarkeit.
Der Pionier der Melatonin-Forschung, Russel J. Reiter, Professor für Endokrinologie an der University of Texas, hat bereits in den 1990er-Jahren herausgefunden, dass die positiven Wirkungen von Melatonin weit über seine Eigenschaft als Schlafhormon hinausgehen. Er berichtete in bekannten Ärzte-Fachblättern über die vielfältigen Eigenschaften des Melatonins, das von späteren Wissenschaftlern sogar als Wundermittel bezeichnet wurde. Doch was macht diesen Neurotransmitter, der 1958 von dem Hautarzt Aaron Lerner und seinem Kollegen J. D. Cale an der Yale University entdeckt wurde, so besonders?

Weitere Informationen finden Sie der Ausgabe 09/2021 von Natur und Heilen: https://www.naturundheilen.de/heft-september-2021/

 

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