Wirkung der Yacon Wurzel
Inulinreiche Knolle – die Yaconwurzel

Die Yacon Wurzel (Smallanthus sonchifolius) ist eine wertvolle Pflanze aus den Hochanden Südamerikas. Sie ist reich an natürlichen Präbiotika wie Inulin und Fructooligosacchariden (FOS), die den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen, lange sättigen und die Darmflora positiv unterstützen. Geschmacklich erinnert die frische Knolle an eine Mischung aus Birne und Melone – mild, saftig und angenehm süß. Sie können die Knolle pur als saisonales Gemüse essen. Der aus der Knolle gewonnene Yaconsirup ist ein ideales alternatives Süßungsmittel.
Inhaltsstoffe und Besonderheiten der Yacon Wurzel
Die Yacon Wurzel Wirkung beruht vor allem auf ihrer speziellen Kohlenhydratstruktur.
Statt Stärke enthält sie präbiotische Mehrfachzucker, die nicht verdaut, sondern im Dickdarm von nützlichen Bakterien verstoffwechselt werden.
Dadurch unterstützt Yacon die Mikrobiota, stärkt das Immunsystem und fördert die Darmgesundheit.
Wichtige Inhaltsstoffe:
- Fructooligosaccharide (FOS)
- Inulin
- Mineralstoffe: Eisen, Kalium, Phosphor
- Vitamine: B1, B2, C
- Antioxidative Pflanzenstoffe (wie Phenole)
Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
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Wissenswertes zu Wirkung der Yacon Wurzel
Fructooligosaccharide – Nahrung für die Darmbakterien
Fructooligosaccharide (FOS) haben einen angenehm süßen Geschmack, werden jedoch nicht im Dünndarm verdaut. Sie gelangen unverändert in den Dickdarm und fördern dort gezielt Bifidobakterien und Laktobazillen. Das Ergebnis: eine bessere Darmflora, eine verbesserte Verdauung und eine gestärkte Immunabwehr.
FOS sind also präbiotische Ballaststoffe. Sie kennen diese Pflanzenstoffe sicherlich auch aus anderen Gemüsesorten wie Zwiebeln, Chicorée, Spargel und auch Bananen. In der Yacon Wurzel ist der Anteil jedoch besonders hoch.
Inulin
Inulin gehört zu den löslichen Ballaststoffen und wirkt als solcher präbiotisch. Das bedeutet, dass Inulin, ebenso wie die Fructooligosaccharide, nicht verdaut bzw. von den Verdauungssäften aufgeschlossen wird und so im Darm die Anzahl der erwünschten Bakterien erhöht.
Es eignet sich besonders für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz, da es den Glukosespiegel kaum beeinflusst. Auch das Sättigungsgefühl wird verlängert – ein Pluspunkt für alle, die ihr Gewicht kontrollieren möchten. Inulin kommt nicht nur in Yacon vor. Das bekannteste Beispiel ist Topinambur, welches mit der Yaconknolle verwandt ist. Wer bisher nur wenig Inulin durch die Nahrung aufgenommen hat, sollte die Menge nur langsam steigern, so kann sich der Darm gewöhnen.
Gesundheitliche Wirkung der Yacon Wurzel
Die Yacon Wurzel hat nicht nur basierend auf ihren unterschiedlichen Verarbeitungsgraden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, sondern sie unterstützt aufgrund ihrer Inhaltsstoffe den Körper auch in vielen verschiedenen Aspekten.
Yacon zum Abnehmen
Dank ihres hohen Wasseranteils und der unverdaulichen Kohlenhydrate hat Yacon eine geringe Energiedichte, sorgt aber für langanhaltende Sättigung, denn bei wenig Kalorien hat die Wurzel ein großes Volumen und füllt so den Magen. Wertvolle Mikronährstoffe sind auch bei geringer Energiedichte enthalten.
Im Übrigen: Das enthaltene Inulin liefert nur etwa 1 kcal pro Gramm – perfekt für eine kalorienbewusste Ernährung.
Förderung der Darmgesundheit
Die Wirkung der Yacon Wurzel auf die Verdauung ist besonders bemerkenswert, da die Wurzel reich an Fructooligosacchariden (FOS) und Inulin ist – zwei löslichen Ballaststoffen mit ausgeprägter präbiotischer Wirkung. Diese Stoffe werden vom menschlichen Verdauungssystem nicht aufgespalten, sondern gelangen unverändert in den Dickdarm, wo sie als wertvolle Nahrungsquelle für nützliche Darmbakterien dienen.
Vor allem Bifidobakterien und Laktobazillen profitieren vom regelmäßigen Verzehr der Yacon Wurzel. Eine Studie konnte zeigen, dass diese Fructooligosaccharide das Wachstum dieser Bakterienarten signifikant fördern. Durch ihre Aktivierung wird die Darmflora nachhaltig aufgebaut, gepflegt und gestärkt, was sich direkt positiv auf die Darmfunktion und das Immunsystem auswirkt.
Eine gesunde und vielfältige Mikrobiota im Darm verbessert die Resorption wichtiger Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. So kann der Körper die aufgenommenen Nährstoffe effizienter verwerten.
Darüber hinaus spielen präbiotische Pflanzenstoffe wie Inulin und FOS eine zentrale Rolle für den Energiestoffwechsel der Darmschleimhaut. Sie fördern die Bildung kurzkettiger Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmzellen nähren, Entzündungen hemmen und zur Stabilisierung der Darmschleimhaut beitragen.
Ein ausgeglichenes Darmmilieu ist entscheidend für die gesamte Gesundheit. Studien belegen, dass viele Zivilisationskrankheiten – etwa Übergewicht, Reizdarm, Diabetes, Hautprobleme oder auch psychische Beschwerden – in engem Zusammenhang mit einer gestörten Darmflora (Dysbiose) stehen. Wer also regelmäßig präbiotische Lebensmittel wie Yacon zu sich nimmt, unterstützt damit auf natürliche Weise seine Verdauung, Immunabwehr und Vitalität.
Blutzuckerspiegel und Blutdruck
Die Yaconwurzel hat eine hypoglykämische Wirkung, wodurch sie insbesondere für Diabetiker interessant ist. Denn im Vergleich zu Zucker werden die Fructooligosaccharide nicht verstoffwechselt und somit die Zuckerproduktion in der Leber reduziert. In der Folge reduziert sich die Nüchtern-Glucose. Sie wirken also nicht, wie man es vom normalen Zucker her kennt. Darüber hinaus wurde in Studien nachgewiesen, dass sich mit der Aufnahme von Yacon Produkten die Insulinempfindlichkeit erhöht, wodurch sich das Risiko einer Insulinresistenz herabsetzt.
Auch für das Herz-Kreislauf-System spielt die Yacon Wurzel eine unterstützende Rolle.
Ihr hoher Kaliumgehalt wirkt gefäßerweiternd und fördert die Entspannung der Blutgefäße. Dadurch kann das Blut leichter zirkulieren, der Blutdruck normalisiert sich und die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessert sich.
Kalium arbeitet im Körper in engem Zusammenspiel mit Natrium, um den Wasserhaushalt und das Flüssigkeitsgleichgewicht zu regulieren. Eine ausreichende Kaliumzufuhr kann somit helfen, Wassereinlagerungen zu vermeiden, den Herzmuskel zu entlasten und das Risiko für Arteriosklerose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.
Zusätzlich enthalten Yacon-Knollen sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung, die die Blutgefäße vor oxidativem Stress schützen. Dieser Zellschutz trägt dazu bei, Gefäßverengungen und Entzündungen vorzubeugen, die häufige Vorläufer von Herzproblemen sind.
Lebergesundheit
Da die in Yacon enthaltenen Kohlenhydrate nicht als Glykogen gespeichert werden, entlasten sie die Leber.
In Kombination mit Mariendistel kann Yacon dazu beitragen, Triglyceridwerte zu senken und einer Fettlebererkrankung vorzubeugen, welche die normale Arbeit der Leber einschränkt.
Cholesterinsenkende Wirkung
In Studien hat sich gezeigt, dass durch den Konsum der Yacon Wurzel die Blutfettwerte vermindert werden. Zudem kann der LDL Cholesterinspiegel nachhaltig verringert werden, da sich das „schlechte“ Cholesterin nicht ansammeln kann. Auf diesem Weg können Erkrankungen der Herz- und Blutgefäße vermieden werden.
Antioxidative und antikarzinogene Effekte
Die Ballaststoffe der Yacon Knolle sorgen für einen gesunden und funktionierenden Darm. Die Darmbakterien nutzen die Ballaststoffe als Nahrungsquelle und bilden darauf gesundheitsförderliche Metabolite. So wird die Gefahr einer Darmkrebserkrankung deutlich verringert.
Des Weiteren stecken phenolische Verbindungen mit antioxidativen Wirkungen in der Yaconwurzel. Diese können ebenfalls der Entstehung von Krebs entgegenwirken, da sie zellschädigende freie Radikale abfangen.
Yacon-Wirkung nutzen durch die richtige Verwendung
Traditionell ist die Yacon-Pflanze in Südamerika wie auch die Maca-Pflanze und die Yamswurzel ein wertvolles Grundnahrungsmittel. Genutzt werden die Knollen und die Blätter der Pflanze für Menschen und Tiere. So bereiten z.B. die Einheimischen die Knollen als Frucht, als rohes und gekochtes Gemüse oder als Salat zu.

Die Knollen sind seit Jahrhunderten ein wertvolles präbiotisches Nahrungsmittel im Hochland der Anden, wo sie vermutlich vom 13. bis zum 16. Jahrhundert durch die Inkas als Nutzpflanze und Heilpflanze verbreitet wurden.
Heute wird in Südamerika Yacon auch als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Überwiegend im Rahmen von Diätprogrammen. Angeboten werden diese Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- und/oder in Pulverform. Von der Wirkung des Yacons profitierten Sie jedoch auch direkt von der Knolle.
- Die rohe Knolle kann ganz einfach pur gegessen werden. Einfach schälen und schon genießen. Da sie besonders zart im Biss ist, lassen sich die Knollen sehr gut raspeln und reiben oder in Würfel, Stifte und Chips-Scheiben schneiden. Die Schale der Wurzelknolle muss entfernt werden, da die Haut einen harzigen Geschmack aufweist, der das obstartige Aroma ansonsten überdecken würde. Es lässt sich so jeder Salat bereichern oder ermöglicht einen gesunden vollwertigen Snack für zwischendurch.
Tipp: Wenn Yacon angeschnitten ist, dann oxidiert das Fruchtfleisch, ähnlich wie bei einem Apfel. Sie verhindern dies, indem Sie die Yaconwurzel in Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft tauchen. - Trocknen Sie dünn geschnittene Yacon-Scheiben, dann erhalten Sie Yacon Chips. Diese eignen sich bestens als gesunde Süßigkeit und Energieschub für zwischendurch. Kinder mögen den süßen Geschmack und für unterwegs, auf der Arbeit, in der Schule oder auf Wander-/Klettertouren sind Sie bestens mit gesunder Energie und Ballaststoffen versorgt.
- Perfekt zum Süßen kann der Yacon Sirup verwendet werden. Zum Backen, Kochen und kalte Desserts.
Botanisches zu Yacon

Die Yacon Wurzel (Smallanthus sonchifolius) gehört zur Familie der Korbblütler. Yacon ist unter anderem mit Topinambur verwandt und genau wie dieser bildet auch Yacon essbare Wurzelknollen. Sie werden bis zu 25 cm lang und die Durchmesser der Knollen können sehr stark variieren, wobei 10 cm erreicht werden können.
Die Aussaat kann beginnen, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Man kann sich dabei am Pflanzen der Tomaten orientieren.
Nach der Ernte, die Erntezeit ist von Oktober bis November, muss die Wurzelknolle der Yacon vor dem Verzehr geschält werden. Die Knollen-Haut weist einen harzigen Geschmack auf, der das obstartige Aroma überdecken würde.
Yacon stammt eigentlich aus den Anden, mittlerweile wird er auch hier in Deutschland angebaut. Frischen Yacon aus Deutschland können Sie etwa ab Oktober/November bei Topfruits erhalten.