Die gemahlene Konjakknolle wird in der asiatischen/japanischen Küche verwendet. Angerührt mit Wasser bekommt das Pulver eine geleartige Konsistenz, dabei ist es fast geschmacksneutral. Konjak ist ein Nahrungsmittel, welches zu 75% aus unverdaulichen Kohlehydrathen besteht, es hat deshalb eine sehr niedrige Energiedichte und wenig Kalorien. Das Mehl wird eher wegen seiner volumen-erzeugenden Eigenschaften geschätzt, als wegen seines Geschmacks.
Der Knalleffekt, Konjakmehl kann bis zum 200-fachen seines Volumens an Flüssigkeit aufnehmen. Das ist noch deutlich mehr als etwa bei Flohsamen. Es eignet sich deshalb gut als nahezu kalorienfreies Verdickungsmittel und bei der Kosmetik-Herstellung für Salben.
Bekannt ist Konjakmehl auch aus Schlankheitsprodukten, da die enorme Quellwirkung für ein lange anhaltenes Sättigungsgefühl sorgt. Bei der Verwendung von Konjakmehl in der Ernährung zum Zweck das Abnehmen zu unterstützen, ist zu beachten, dass die Quellwirkung so stark ist, dass es bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr zu Magenproblemen kommen kann.
Konjakmehl kann bei allen Speisen verwendet werden, die man eindicken oder abbinden möchte.
Ein schnelle und äusserst kalorienarme und dazu vitalstoffreiche Kaltspreise bereiten Sie mit 200ml Milch, oder noch besser Buttermilch und 2 Teelöffeln Konjak-Pulver. Einfach das Konjakpulver glatt in die kalte Milch oder Buttermilch einrühren dazu nach Belieben ein Schnapsglas voll Goji-Saft, Granatapfel oder Cranberry Vollfrucht und eventuell einen Teelöffel Inulin. Diese Zutaten ebenso einrühren und das ganze eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Japaner stellen aus Konjak-Mehl die Shirataki Nudeln her, ähnlich wie Glasnudeln, aber mit anderer Verwendung in der Küche. Shirataki sind von den Japanern nicht als "normale" Pasta erdacht worden und stoßen deswegen bei falscher Verwendung nicht auf viele Freunde. Japaner nutzen Shirataki überwiegend als Einlage in Eintöpfen (z.B. Sukiyaki oder Oden).
Wichtig - Das Einweich-Wasser komplett wegschütten und die Shirataki danach gut mit Wasser waschen. Dann sollten sie für 1min in kochendes Wasser, ansonsten hat man einen komischen Beigeschmack.
Die Shirataki selber schmecken so gut wie nach nichts. Damit sie schön Geschmack ziehen sollte man sie lange mit anderen starken Geschmackträgern mitkochen /-schmoren.
Die Shirataki Nudeln wirken sehr sättigend. Dabei kommt es trotz Sättigungsgefühl nicht zu Blähungen und Völlegefühl oder Verstopfung wie es sonst oft beim verzehr wasserunlöslicher Faserstoffe der Fall ist. 100 Gramm Shirataki Nudeln haben nur ca. 5 Kalorien. Wenn Sie Nudeln selber herstellen, können Sie diese färben mit Rote Bete-Saft, Spinat, Spirulina, Tomatenmark, Kurkuma, oder pürierten Kräutern
Konnyaku ist das selbe "Material" nur in Blockform. Auch Konnyaku hat so gut wie keinen Eigengeschmack , es nimmt alle möglichen Geschmackstoffe und Aromen an, in Japan ist es mehr wegen seiner besonderen Konsistenz geschätzt.
Ein Kenner der japanischen Küchte schreibt in einem Forum: "Ich bereite es wie oben beschrieben vor, dann brate ich es in etwas Sesamöl mit Chillipulver an und anschliessend kommt dann noch Gemüse und/oder Fleisch dazu. Schön ziehen lassen, dann mit das Konnyaku auch viel Geschmack an. Ich finde es auf jeden Fall super!"
Das selbst hergestellte pflanzliche Gelee aus Konjakpulver hat kaum Kalorien und reinigt den Darm. Frisch zubereiteter Konnyaku ist ganz anders/besser als der fertig zu erwerbende aus dem Supermarkt oder WEB.
Herstellung von Konnyaku.
Zutate für etwa 300g Konnyaku (3-4 Portionen für Salat)
10g (2 TL) Konjak-Pulver
320ml Wasser
0.4g (1/4 TL) Loschkalk (Calcium Hydroxide, Calciumhydroxid)
40ml Wasser (knapp 3 EL) um Kalk zu lösen
In einen Topf 320ml Wasser geben und erhitzen. Konjak-Pulver langsam dazu geben und gut vermischen, bis es gelee-artig, dick wird. Den Topf vom Herd nehmen und eine ca. halbe Stunden stehen lassen.
Loschkalk in 40ml Wasser lösen. Dies zu Konnyaku-Gelee geben, mit der Hand gut mischen (3-5 Minuten). Die Masse wird wieder sehr dick, gelee-artig.
Die gemischete Masse in eine Schale mit ca 3cm hohem Rand geben, wieder eine halbe Stunde stehen lassen.
Etwas Wasser auf das Konnyaku-Gelee geben damit es sich leicht vom Behälter löst. In einem grossen Topf mit Wasser das Konnyaku-Gelee geben, bei schwacher Hitze langsam zum Kochen bringen, dabei nicht zu decken, und mindestens eine halbe Stunde leicht kochen lassen.
Konnyaku im Topf mit gekochen Wasser abkühlen. Der Konnyaku kann in diesem Koch-Wasser im Kühlschrank 5-6 Tage aufbewahrt werden).
In der EU wird das Mehl der Konjakwurzel (Konjakmehl) auch als Lebensmittelzusatzstoff E 425 deklariert.
Die maximale Konsummenge beträgt 2-3g pro Tag.
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