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Vitalstoffmängeln bei Medikamenteneinnahme - 26.11.2018


 Der Konsum von Arzneimitteln kann bei Dauereinnahme Ihren Vitalstoffhaushalt beträchtlich stören. Dies kann die genaue Beobachtung der entsprechenden Werte, sowie eventuell eine Subsitution sinnvoll und erforderlich machen.  So raubt Ihnen z. B. das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS) auf Dauer das wichtige Vitamin C. Nachfolgend finden Sie wertvolle Infos zu bisher bekannten Zusammenhängen zwischen der Vitalstoffbedarf, Vitalstoffversorgung und weit verbreiteten Arzneimitteln. Unterschiedliche Medikamentengruppen haben ihre spezielle Wirkung auf den Vitalstoffhaushalt. Acerola-Kombi

Abführmittel (Laxantien) sind ein starker Vitalstoffräuber, ständig eingenommen beschleunigen sie die Ausscheidung der Nahrung aus dem Darm, sodass die darin enthaltenen Vitalstoffe nicht richtig ausgenutzt werden. Bei Dauereinnahme von Abführmitteln kommt es zu einem massiven Mangel an praktisch allen Vitalstoffen. Besonders gefährlich ist die verringerte Aufnahme von Kalium. Das fatale fehlt Kalium, wird zum einen der Darm noch träger, sodass viele Menschen die Abführmitteldosis erhöhen, zum anderen schwächt der Kaliummangel den Herzmuskel. Schwächezustände, Luftnot, Wassereinlagerungen und Herzrhythmusstörungen können die Folgen sein.

Lipidsenker stören die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. A, D, E und K  sind fettlöslichen Vitamine, ausserdem die Substanzgruppe der Carotinoide. Alle Medikamente, die die Fettaufnahme im Darm verringern, wie die Orlistate (z. B. Xenical®) und die Lipidsenker (z. B. Colestyramin oder Colestipol), stören auch die Aufnahme dieser fettlöslichen Vitamine. Ohne Fett als Trägersubstanz können sie nicht ins Blut aufgenommen werden.

Wer Cholesterinsenker einnimmt, produziert weniger Coenzym Q 10. Medikamente zur Senkung des Cholesterins LDL (bspw. Statine) hemmen die LDL-Produktion in der Leber. Dabei wird auch die körpereigene Synthese des Coenzyms Q 10, das die Zellatmung unterstützt, beeinträchtigt. Bereits 2 Wochen nachdem man mit der Einnahme von Statinen beginnt fällt die körpereigene Produktion des für unsere Herzgesundheit so wichtigen Coenzym Q10 auf die Hälfte ab.  Die Folgen sind Muskelschmerzen und körperliche Schwäche. Das schwächt v. a. den Herzmuskel.

Säurepuffer (Carbonate) gegen Sodbrennen fressen Eisen und Zink. Zur Neutralisierung einer überhöhten Magensäureproduktion werden häufig Säurepuffer eingesetzt (z. B. Rennie®, Kompensan®). Sie alle bilden mit Eisen und Zink schwer lösliche Komplexe und entziehen dem Körper einen Grossteil dieser wichtigen Mineralstoffe. Außerdem blockieren sie Vitamin C.8029_Broschuere_Q10

Kortison hemmt die Kalziumaufnahme. Dass die Einnahme von Kortikoiden (z.B. Kortison) langfristig zu Osteoporose führt, ist allgemein bekannt. Denn es hemmt die Kalziumaufnahme im Darm und beschleunigt die Ausscheidung dieses wichtigen Knochenbausteins über die Niere. Aber nicht alle Ärzte wissen, dass Kortison auch den Vitamin-C- und den Vitamin-B6-Spiegel senkt. Beide sind wichtige Bausteine für die Kollagenfasern, die nicht nur die Spannkraft der Haut erhalten, sondern auch das Stützgerüst der Knochen bilden.

Diuretika sind Medikamente zur Entwässung. Mit dem Wasser verschwinden auch Kalium und Zink. Ähnlich wie die Abführmittel verursachen auch die Entwässerungsmittel einen Kaliumverlust, nämlich über den Urin. So gehen auch Magnesium und Zink verloren. Mittel mit dem Wirkstoff Furosemid verbrauchen zudem viel Vitamin B1 und kaliumsparende Diuretika Folsäure.

Schmerzmittel stören die Resorption von Vitamin C. Acetylsalicylsäure (ASS) hemmt bei Dauereinnahme, die Aufnahme des wichtigen Antioxidans Vitamin C. Paracetamol führt zu einem Mangel an den Vitaminen B1, K und Niacin. Die gleichen Nebenwirkungen haben auch manche Antidepressiva, Beruhigungs- und Schlafmittel aus der Gruppe der Barbiturate.

Metformin raubt Diabetikern das wichtige Vitamin B12. Ausgerechnet das Nerven-Vitamin B12, das Diabetiker gegen die häufigen Gefühlsstörungen in den Füßen und Beinen besonders nötig brauchen, fällt dem Blutzuckersenker Metformin zum Opfer. Da Metformin auch den Folsäure- Spiegel senkt, steigt das erhöhte Arteriosklerose-Risiko weiter.

Auch andere Medikamente, wie z. B. Antibiotika, Tuberkulosemittel und Immunsuppressiva, stören die Vitalstoffversorgung. Achten Sie bei Medikamentenkonsum besonders auf vollwertige und vitalstoffreiche Kost und ergänzen Sie erforderlichenfalls den einen oder anderen Makro- oder Mikronährstoff gezielt, wenn sich im Blutbild ein Mangel zeigt, oder Sie sich nicht wohl fühlen.

Linktipps: http://www.topfruits.de/rubrik/nahrungsergaenzung/

Wieso, frisches, rohes Sauerkraut - 07.11.2018


Frisches Sauerkraut ist ein ehrliches, reines und rohköstliches Naturprodukt. Rohes Sauerkraut hat mit dem sterilisierten in Dosen und Beuteln aus dem Supermarkt nichts zu tun. Unser Sauerkraut wird von einem Traditionsbetrieb auf den Fildern, aus Spitzkraut (Filderkraut) hergestellt. Immer nach der selben, alten und einfachen Rezeptur. Weißkohl ein wenig Steinsalz  und sonst nix. Das entscheidende ist aber der Rohstoff, nämlich das verwendete Kraut und wie es geschnitten wird - das macht den Unterschied!

Rundkraut oder Rundkohl ist in der Sauerkraut Produktion außerdem beliebt, weil es sehr gut lagerfähig ist und auf moderen Produktionsanlagen besser "läuft". Durch den Rohstoff Rundkraut, den groberen Schnitt und den kürzeren Gährungsprozess kann Massenware-Sauerkraut natürlich billiger hergestellt und angeboten werden. So produziertes Sauer-Kraut wird aber erst durch sterilisieren oder pateurisieren haltbar und einigermaßen weich. Der wertvolle, ernährungsphysiologische Nutzen den frisches Sauerkraut hat, geht durch das Haltbar machen mit Hitze fast vollständig verloren.

Der für unser Sauerkraut verwendete Spitzkohl hat einen großen Vorteil, besonders wenn das Sauerkraut auch roh verzehrt werden soll. Spitzkohl hat besonders weiche und zarte Blätter. Der Kohl, frisch vom Feld, wird geputzt und auf einer spezielle Schneidemaschine sehr fein geschnitten, leicht gesalzen und dann in Gährbehältern einige Wochen milchsauer fermentiert. Das braucht seine Zeit, aber dabei  wird der Zucker im Kohl zu Milchsäure umgewandelt, was zu einer gesunden Säure führt. Diese Milchsäure sorgt auch dafür dass das Kraut im Kühlschrank in einer zugedeckten Glasschüssel gelagert, einige Wochen haltbar ist. 

Nur bei frischem, unpasteurisiertem Sauerkraut kommen Sie in den vollen Genuss der wertvollen, lebendigen Milchsäurenbakterien. Diese vermehren sich erst mit der Dauer des Gärungsprozesses reichlich.  Sie liegen in frischem Sauerkraut in natürlicher und lebendiger Form vor. Bei frischem Sauerkraut kommen neben seinem hohen Gehalt  an Vitamin C, Mineralien und Spurenelementen, auch die günstigen Eigenschaften der Kohl-Inhaltsstoffe zum tragen.  Vor allem sind die Senföle, ähnlich wie in Brokkoli, die ganz besondere Eigenschaften für unseren Organismus und unser Immunsystem haben.SauerkrautimEimer

Milchsäure-Bakterien fördern und unterstützen eine gesunde Darmflora und bilden sogenannte Bacteriocine, vergleichbar mit einer Art Abwehrtruppe, die das Wachstum von krank machenden Keimen Einhalt gebietet. Die Milchsäure regt außerdem die Darmbewegung an, sorgt für einen günstigen pH-Wert und stärkt die Darmschleimhaut. Sauerkraut ist reich an Ballaststoffen und zudem sehr kalorienarm. Sauerkraut und andere milchsauer fermentierte Lebensmittel können heute mit Fug und Recht als Superfood, also Nahrungsmittel, was dem Körper besondere Energie, Kraft und Gesundheit verleiht, bezeichnet werden.

 Einige Worte zur Lagerung von frischem rohen Sauerkohl

 Frisches Sauerkraut ist ein lebendes Produkt und sollte so behandelt werden. Es bekommt seine Haltbarkeit aus der Säuerung durch die Milchsäurebakterien. Diese verhindern dass sich Fremdkeime vermehren und das Produkt verdirbt. Die Lagerung von frischem Sauerkraut ist im Kühlschrank bei 4-8 Grad in einer zugedeckten Glasschüssel problemlos für einige Wochen möglich. Bei zu langer oder zu warmer Lagerung gährt das Sauerkraut langsam weiter und wird so immer sauerer. Aber auch dies ist kein Problem, man kann Kraut welches zu sauer geworden ist problemlos in einem Seier kurz unter warmem Wasser abspülen und damit einen großteil der anhaftenden Säure entfernen. Außerdem kann, wer das Kraut milder haben möchte, bei der Zubereitung ein paar Apfelscheiben oder einen Schuß Apfelsaft in das Kraut geben. Das neutralisiert auch etwas. 

Hier noch 2 einfache Rezepte für fermentierte Gemüse, für selber Macher

Kvass (Saure Beete)
2 Kilo rote Beete
3 EL Meersalz
1 EL Kümmelsamen

Die rote Beete in dünne Streifen schneiden oder reiben. Die Kümmelsamen untermengen. Die rote Beete anschließend in großes Glas oder einen Tonkrug schichten. Zu jeder Schicht etwas Salz einstreuen. Zuletzt den Behälter luftdicht verschließen.
 
Kimchi (koreanisches Sauerkraut)
1 Kopf Chinakohl
1- 2 Karotten
1 mittlerer Rettich
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Zehen Knoblauch
Ingwer, daumengroß
1- 2 EL Chili Pulver
Meer- oder Steinsalz
 
Die Wurzel und den festen Stielansatz vom Chinakohl durch einen geraden Schnitt auf der Unterseite abtrennen. Den Kohl anschließend längs und quer in mundgerechte Stücke schneiden. Das Kraut in eine Schüssel geben und mit etwas Salz bestreuen. Solange durchmischen, bis alle Kohlstücke mit dem Salz bedeckt sind. Die Schüssel mit Wasser befüllen, bis alle Teile komplett bewässert sind, 1- 2 Stunden im Salzwasser ziehen lassen. Zwischenzeitlich die Karotten und den Rettich in dünne Streifen schneiden. Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln kleinhacken. Nach Einweichzeit den Kohl mit klarem Wasser abspülen. Anschließend alle Zutaten in der Schüssel zusammen mischen. Zuletzt das Gemüse in ein großes Glas oder einen Tonkrug geben, mit der Hand festdrücken und luftdicht verschließen. Schon nach einigen Tagen ist das Kimchi fertig zum genießen.

Alle Arten von Gemüse und Früchte lassen sich milchsauer fermentieren, so können, Bohnen, Erbsen, Weiß- und Rotkohl, Kürbisse, Paprika, Pilze und allerlei anderes eingelegt werden, der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Das Ergebniss der eigenen Arbeit kann vollständig verwertet werden, so kann nicht nur das milchsauer vergorene Gemüse roh oder gekocht verzehrt werden, sondern auch die Lake kann getrunken werden und ist von ausserordenlichem Wert.  Wichtig ist dabei dass beim Zubereitungsprozesse nicht zu viel Salz verwendet wird sonst wird der Saft zu salzig.