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Wie unser Darm die Gesundheit beeinflusst

Pflegen Sie Ihren Darm, um von mehr Gesundheit zu profitieren. Das Zentrum unseres Immunsystems befindet sich im Darm, dort sitzen 70 % unserer Immunzellen. Wissenschaftler sind sich mittlerweile einig, dass sich die Gesamtheit aller Darmbakterien eines jeden Menschen so verhalten wie ein eigener Organismus. Ist unser Mikrobiom „gesund“, beeinflusst es viele Körperfunktionen positiv. Unter anderem unterstützt unsere Darmflora die Verdauung, das Immunsystem, das Nervensystem und den Muskelaufbau. 

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Die vorherrschende westliche Ernährungsweise ist jedoch alles andere als darmgesund und geprägt von einem deutlich zu hohen Verzehr ernährungsphysiologisch „leerer“ Produkte wie industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln, raffiniertem Zucker, Auszugsmehlen und Transfetten. Dem gegenüber steht ein deutlicher Ballast- und Vitalstoffmangel, welcher sich in der Zunahme von Zivilisationskrankheiten ausdrückt. Wer langfristige Vitalität und Gesundheit anstrebt, richtet seinen Blick daher auf Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe im Rahmen einer vollwertigen Pflanzenkost.

Experten empfehlen, für eine optimale Darmflora 20 – 30 verschiedene Pflanzen pro Woche zu essen! Das geht ganz einfach, wenn man bedenkt, dass nicht nur Obst und Gemüse, sondern jede Nusssorte, jede Saat und jedes Gewürz eine andere Pflanzenart ist und ein ganz eigenes Spektrum an Mikro- und Phytonährstoffen in sich trägt. Außerdem empfehlen viele Wissenschaftler und Ernährungsexperten, jeden Tag lebende Milchsäurebakterien zu verzehren.

Eine gesunde Darmflora verhindert altersbedingten Muskelschwund. Eine schwedische Studie des Karolinska-Institut in Stockholm stellte konnte anhand von Versuchen mit Mäusen beweisen, dass deren Darmbakterien auch einen Einfluss auf die Muskulatur haben. Tiere ohne ausgeprägtes Mikrobiom zeigten Zeichen von Muskelschwund. Die Wissenschaftler begründen dies mit einem geringeren Cholin-Spiegel im Blut und einem Mangel an durch die Darmbakterien produzierten kurzkettigen Fettsäuren (z.B. Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure). Wurden diesen Mäusen Darmbakterien von anderen Mäusen übertragen, zeigten sich wieder Verbesserungen bezüglich Muskelmasse und -funktion. Bei Menschen kann die Darmflora zum Beispiel durch Antibiotikagabe oder eine mangelhafte Ernährung leiden. Wer seine Muskeln aufbauen möchte, sollte also nicht nur darauf achten, genug Sport zu machen und Proteine zu sich zu nehmen, sondern auch auf eine ausreichende Versorgung der Darmflora mit Präbiotika.

Mit Darmbakterien gegen Allergien. Bereits seit einiger Zeit wird vermutet, dass die Ursache für Allergien eine gestörte Darmflora sein könnte. Eine Studie der Universität Chicago aus 2014 konnte nun belegen, dass Darmbakterien tatsächlich vor bestimmten Lebensmittelallergien schützen können. Die Studie wurde an Mäusen durchgeführt, die Forscher gehen jedoch davon aus, dass ihre Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind. Im Rahmen der Analyse wurden Mäuse mit gesunder und zerstörter Darmflora mit verschiedenen Allergenen konfrontiert (z.B. Erdnüsse). Die Mäuse mit den Darmproblemen zeigten stärkere Reaktionen auf die Allergene als Mäuse mit normaler Darmflora. Verabreichte man ihnen anschließend Bakterien der Sorte „Clostridia“, führte dies bei den Mäusen zu einer Hemmung der Übertragung von allergieauslösenden Substanzen ins Blut. Die Forscher begründen ihre Ergebnisse damit, dass die Clostrida-Bakterien unsere Immunzellen dazu bringen, vermehrt Interleukin-22 produzieren. Es handelt sich dabei um einen Signalstoff, der die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert, sodass weniger Allergene in den Blutkreislauf gelangen. In Zukunft könnten probiotische Behandlungen möglicherweise die Ausprägung von Lebensmittelallergien verringern.Yacon-KakaonibsuI2n2riuKwX7c

Übrigens sind auch Darm und Psyche eng verknüpft. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Gehirn ständig mit dem Darm Informationen austauscht. So gibt es tatsächlich ein „Bauchgehirn“ mit ähnlich strukturierten Zellen wie die des Gehirns in unserem Kopf. Das sogenannte GAP-Syndrom (Gut and Psyche Syndrom, zu Deutsch: „Darm-Psyche-Syndrom“) beschreibt das Zusammenspiel beider Aspekte. So wirken sich beispielsweise psychische Belastungen wie Ängste oder Stress direkt auf unseren Darm aus. Denn in psychisch belastenden Situationen schütten die Nervenzellen im Darm entzündungsfördernde Botenstoffe aus, in ihrem Versuch die Anspannungen zu kompensieren. Forscher bringen eine gestörte Darmflora, zum Beispiel durch mangelhafte Ernährung oder Antibiotika, mittlerweile mit verschiedenen neurologischen Störungen wie Konzentrationsschwäche, ADHS, Depressionen und Autismus in Zusammenhang.

Dies ist ein Rezept-Ausdruck von www.Topfruits.de - 31.10.2020.

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Themengebiete: darm

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