Gichtprobleme durch falsche Lebensmittel

Viele Menschen haben mit zunehmenden Alter Gelenkschmerzen durch Gichtanfälle.  Wie entsteht das Problem und wie können Sie derartige Probleme vermeiden, das lesen Sie hier.

Ist der Anfall von Harnsäure höher als die Ausscheidungsrate, steigt die Konzentration von Harnsäure im Blut dauerhaft an. Damit kommt es zu Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken, was Entzündungen verursacht. Diese wiederum führen zu den bekannten Symptomen, wie mehr oder weniger starke Gelenkschmerzen. Die Entzündungen im Gelenk sieht man daran, dass dieses sich oft heiß anfühlt und dick wird, teilweise gerötet ist. In extremen Fällen kommt es zu Fieber und Kopfschmerzen. 

Gicht kann erbliche bedingt sein. Betroffene bilden zu viel Harnsäure, oder scheiden diese nicht in ausreichend über die Nieren aus. Manchmal führen auch Krankheiten wie Diabetes oder Nierenerkrankungen zur Entwicklung von Gichtproblemen.6960_Basenpulver-Dr585d318bdf0ac

Meist ist die Ursache jedoch eine deutlich zu hohe Aufnahme von Purinen aus bestimmten Lebensmitteln. Dies begünstigt  die Harnsäurebildung und blockiert deren Ausscheidung . Hier können Sie durch Ihre Ernährungsweise gut auf das Geschehen einwirken.

Akut kann man Gichtanfällen begegnen, indem man am Abend einen oder 2 Löffel Basenpulver, oder einen halben Löffel Natriumhydrogencarbonat (Natron, Backpulver) in einem Glas Wasser trinkt. Natron wirkt alkalisch und kann die anfallende Harnsäure neutralisieren. So kann man Gichtanfällen vorbeugen. Generell ist es gut ausreichend mit Basen bildenden Mineralstoffen versorgt zu sein, aus entsprechenden Lebensmitteln, oder Mineralpulvern, wie etwa Dolomit.

Ursächlicher und nachhaltig ist es purinreiche Lebensmittel zu meiden. Wenn man an Gicht leidet, sollte man weniger als 300 Milligramm Purin täglich zu sich nehmen. Purine sind zwar als Bestandteil des Körpers notwendig, aber die aufgenommene Menge, meist durch zu fleischreiche Kost ist einfach zu hoch. Sehr purinreiche Lebensmittel sind etwa Innereien, Fleischextrakte oder Fischkonserven. Solche Nahrungsmittel liefern teilweise weit über 1000mg pro 100g Purin.

Fisch und Fleisch enthalten um die 300mg/100g. Auch einige pflanzliche Lebensmittel enthalten mehr Purine als andere. Hülsenfrüchte etwa und einige Vollkorngetreide, auch Leinsamen oder Sonnenblumenkerne. Sie kommen auf Puringehalten zwischen 100 – 150mg /100g, werden aber meist ohnehin nur in geringer Menge verzehrt.

Besonders fettreiche Speisen sind schlecht, weil Fett die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren hemmt. Geschmacksverstärker können die Entstehung von Purinen fördern. Zusatzstoffe wie E626 bis E635 kommen in Fertignahrungsmitteln oft zum Einsatz. Deshalb sollte man damit zurückhaltend sein. Alkohol lässt den Harnsäurespiegel im Blut ansteigen und verschlechtert die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Studien zeigten, insbesondere Bier ist Gift für Menschen mit Gichtproblemen. Meist wird Alkohol in Verbindung mit anderen ungünstigen Lebensmitteln, wie etwa fettreichen Fleischgerichten konsumiert.
Erreicht die Harnsäuremenge im Blut dann ein kritisches Niveau kann es, nach einem oppulenten Mahl, zu dem bekannten oft ziemlich schmerzhaften Gichtanfall kommen. Ingwer_kapseln5979b5415f43f

Lebensmittel die wenig Purin enthalten und die günstig sind. Wenig Purin enthalten die meisten Salate, Nusskerne, Früchte (außer Datteln) und Fruchtsäfte, Kartoffeln und Wurzelgemüse, auch Tee und Kaffee enthalten wenig davon. Trinken Sie ausreichend Wasser, über den Tag. Davon abgesehen dass dies generell günstig ist, fördert ausreichend Flüssigkeit die Purinausscheidung über die Nieren.

Wer stark übergewichtig ist, sollte sein Gewicht mittels vollwertiger, überwiegend pflanzlicher Kost und einem gezielten Bewegungsprogramm reduzieren. Allein schon durch den Abbau von Übergewicht sinkt die Harnsäuremenge im Blut deutlich.

Lebensmittel die besonders positiv auf Gicht-Symptome wirken sind solche mit antientzündlichen Eigenschaften. Dazu gehören, rote Beeren, Kirschen, Heidelbeeren, Gojibeeren, Grüntee, alle Kräuter wie Petersilie, Basilikum, oder Gewürze wie Kurkuma, Cayenne und Ingwer. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Enzym Bromelain, welches in Ananas vorkommt. Bromelain wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Man sieht also, es ist mit einigen einfachen Maßnahmen gar nicht so schwer, unangenehmen Gichtproblemen aus dem Weg zu gehen. Alleine durch eine überwiegend pflanzliche Vollwertkost und den Verzicht auf Fleisch habe ich vielfach deutlich sinkende Harnsäurewerte im Blut gesehen. Und ein niedriger Harnsäurewert im Blut, ist die beste Versicherung gegen wachsende Gichtprobleme im Alter.


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