Wozu sind eigentlich Papayakerne gut?

Die Papaya gehört zu den Melonenbaumgewächsen und sieht daher auch ein wenig wie eine Melone aus. Bereits Christoph Kolumbus betitelte die in Mexiko und Südamerika beheimatete Papaya als „Frucht der Engel“. Auch in Europa ist mittlerweile diese tropische Frucht mit ihrem süß-saftigen Fruchtfleisch und den kleinen schwarzen, pfeffrigen Samen das ganze Jahr über erhältlich. Die Samen der köstlichen Papaya sind die Papayakerne. Wie die Nutzpflanze selbst, haben auch die Papayakerne eine enorme Heilwirkung. Was den Naturvölkern schon seit Generationen bewusst zu sein scheint, beginnen Mediziner der westlichen Welt jetzt auch zu erkennen, den gesundheitlichen Wert. Allein mit den Heilkräften der Papaya gegen Krebs beschäftigen sich über 600 Studien.

Papayakerne,  die bei vielen Menschen in der Komposttonne landen, haben sich als wertvolles Heilmittel entpuppt. Nicht nur das sie den Organismus entgiften, sie können ebenfalls die Fettverbrennung und Verdauung anregen. Papayakerne enthalten neben wertvollen Senfölen und Vital- und Ballaststoffen, eine hohe Konzentration an Enzymen, vor allem jede Menge Papain, die sowohl Eiweiß als auch Fette spalten können. In den Kernen sind die folgenden Inhaltsstoffe enthalten Carpain, Flavonoide, Oleinsäure, Palmitinsäure, Senföle und das Enzym Papain. Diese Enzyme eignen sich ebenfalls dafür, den Körper zu entgiften. Papain wird in der Industrie auch als Zartmacher für Fleisch eingesetzt. In der Gastronomie ist es schier unverzichtbar. Papain ist in großen Mengen in den Papayakernen enthalten, aber kaum noch in der reifen Papayafrucht.

Papain trägt zur Thromboseprävention bei, es hält die Gefäßinnenwände sauber und hat eine  entzündungshemmende Wirkung, wodurch es bei entzündlichen Krankheiten zum Einsatz kommen kann. Dass Papayakerne gegen Bakterien eine gute Wirkung erzielen und das Wachstum dieser Bakterien hemmen können, zeigte eine Studie der University of Gondar in Äthiopien 2008. Es ist erwiesen, dass Papayakerne die Bildung von Killerzellen erhöhen. Damit stärken Papyakerne die Abwehrkraft gegen Infektionskrankheiten.

Papayakerne schützen das Verdauungssystem beispielsweise vor Parasiten. 1959 zeigte dies eine breit angelegte Studie in Indien. Ähnlich erfolgreiche Resultate erzielte eine nigerianische Studie aus dem Jahr 2007. Papayakerne sorgen für das baldige Verschwinden der unerwünschten Parasiten ohne dass der Patient zur nebenwirkungsreichen Chemiekeule greifen müsste. Papayakerne helfen der Leber. Es gibt Hinweise und Erfahrungsberichte, dass Papayakerne eine äußerst hilfreiche Rolle bei der Entgiftung und Regeneration der Leber spielen können.

Papayakerne als Verhütungsmittel für Männer? Es ist Tatsache, dass etliche Naturvölker mit Papayakernen verhüten oder dies in der Vergangenheit taten. Männer essen die Samen der Frucht zur Empfängnisverhütung, denn sie machen unfruchtbar, zumindest vorübergehend. Leider ist die verhütende Wirkung noch nicht wirklich gründlich erforscht. Weitere gesundheitsdienliche Aspekte sollen sein,  Senkung des Cholesterinspiegels, Förderung der Wundheilung, Heilwirkung gegen Allergene, Hefen, Pilze und Viren.

Getrocknet sehen die Samen der Frucht fast genauso aus wie schwarzer Pfeffer und außerdem schmecken noch ein wenig scharf. Papayakerne können daher gut als Pfefferersatz verwendet werden. Frisch vermahlen entfalten sie ihr pfeffrig scharfes Aroma am besten.

Das könnte Dir auch gefallen...