Mitochondrien – die Kraftwerke unserer Zellen

Mitochondrien (= Organellen) sorgen für die Energieversorgung unserer Zellen. Obwohl sie nur wenige Mikrometer klein sind, tragen sie große Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass unser Organismus stets genug Energie für Atmung, Herzschlag, Verdauung und andere lebenswichtige Prozesse hat. Sind die Mitochondrien nicht ausreichend versorgt, kann es zu einer mitochondrialen Dysfunktion und chronischen Krankheiten kommen. Bestimmte Lebensmittel und Pflanzeninhaltsstoffe helfen dabei, die Mitochondrien vor einer Mangelversorgung zu schützen und unterstützen sie bei der Energiebereitstellung.

Unsere Mitochondrien produzieren den Treibstoff Adenosintriphosphat (ATP) und geben ihn an unsere Zellen weiter. ATP bildet sich aus Sauerstoff und Glukose. Der Sauerstoff, den wir einatmen, gelangt über die Lungen ins Blut und landet nahezu vollständig in unseren Mitochondrien. Auf diese Weise stellen die Organellen zusammen jede Sekunde ca. 10 Millionen ATP-Moleküle her, was etwa 60 kg ATP pro Tag entspricht. Die Mitochondrien produzieren also 24/7 Energie, damit unsere Organe funktionieren und wir Überleben. Aber Mitochondrien sind nicht nur Hauptakteure für die körpereigene Energiesynthese, sondern sie synthetisieren auch Harnstoff und bestimmte Hormone, verhindern einen Glukosemangel im Gehirn und sind am programmierten Zelltod (= Apoptose) beteiligt.

Wenn unsere Mitochondrien nicht mehr zuverlässig arbeiten, bezeichnet man dies als mitochondriale Dysfunktion. Durch eine falsche Ernährung, mangelnde Bewegung oder andauernder Stress können Zellorganellen beschädigt oder zerstört werden. Aber auch Schwermetalle, Pestizide oder chemische Zusatzstoffe belasten die Mitochondrien. Insbesondere die Kombination dieser Risikofaktor schadet unseren Zellkraftwerken. Bei einer mitochondrialen Dysfunktion entfaltet nitrosativer Stress (eine Extremform von oxidativem Stress) eine zerstörerische Wirkung auf unseren Körper, fördert stille Entzündungen, legt die Mitochondrien „lahm“ und schadet auf Dauer auch der umliegenden Zelle. Langfristig können daraus chronische Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Alzheimer oder Krebs entstehen.

        

Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen sorgt dafür, dass unsere Mitochondrien immer ausreichend versorgt sind und zuverlässig arbeiten. Eine naturbelassene, vollwertige und vitalstoffreiche Ernährung versorgt unseren Organismus mit Mikronährstoffen und Antioxidantien und ist die Basis für eine optimale Mitochondrienfunktion. Coenzym Q10 und D-Ribose dienen als effektive Zelltreibstoffe. Eine gesunde Darmflora ist von Bedeutung, damit alle diese Substanzen vollständig aufgenommen werden können. Sinnvoll kann auch eine Entgiftung des Körpers sein, z.B. mithilfe bindender Substanzen wie den Mikroalgen Chlorella und Spirulina. Omega 3 Fettsäuren machen die Zellmembrane elastischer und erleichtern die Aufnahme von Mikronährstoffen ins Zellinnere. Reduzieren Sie Ihren Verzehr an stark verarbeiteten Lebensmitteln, künstlichen Zusatzstoffen und Alkohol und vermeiden Sie wann immer möglich überflüssige Medikamente.

Mehr dazu lesen Sie auf Seite 31 – 37 der aktuellen März-Ausgabe (03/2020) von Natur & Heilen!

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