Kamut®, ist ein ernährungsphysiologisch wertvolles Ur-Getreide. Kamut (Triticum turgidum ssp. Polonicum) nannten die alten Ägypter ein nahrhaftes dem Weizen ähnliches Korn, das wörtlich übersetzt die „Seele der Erde“ heißt. Kamut war lange Zeit vergessen und wird seit etwa 1990 wieder vermehrt, vor allem im Bio-Landbau erzeugt. Das Korn hat einen milden, leicht nussigen Geschmack und weist eine natürliche Süße auf. Es eignet sich besonders zum Backen und verleiht Vollkornbrot einen sehr gut bekömmlichen und saftigen Teig. Darüber hinaus sind Vollkornbackwaren aus Kamut besonders lange haltbar. Kamut® eignet sich auch hervorragend zur Herstellung von Teigwaren und zum Keimen von Kamut®-Weizengras.
Heute ist Kamut® ein eingetragenes Warenzeichen von Kamut International und wird hauptsächlich in Nordamerika und Europa angebaut. Das Kamutkorn ist etwa doppelt so lang wie das herkömmliche Weizenkorn und von glasig gelblicher Farbe. Als unverzüchtetes Urkorn ist Kamut, aufgrund seinem Gehalt an ernährungsphysiologisch wertvollen Inhalsstoffen, für den gesundheitsbewussten Konsumenten besonders interessant.
Kamut enthält 20 bis 30 Prozent mehr Eiweiß wie normaler Weizen, weiterhin sind 30 bis 35 Prozent mehr Magnesium und Zink enthalten als in anderen Vollkornarten. Das Urgetreide enthält ausserdem besonders viel Selen, ein wichtiges Spurenelement.
Kamut ist es eine gute Alternative zu Backwaren mit Dinkel oder Weizen – und erstaunlicherweise oftmals auch für Menschen, die unter Zöliakie leiden, geeignet. In der Verarbeitung, zeigt das Urkorn Kamut ähnliche Eigenschaften wie Roggen.
Verwendung:
zum Backen, als Frischkornbrei, ideal zur Nudelherstellung
Die frühen Hochkulturen - China, Indien, Ägypten, Äthiopien, Rom, Griechenland, Inkas, Azteken - basierten alle auf Getreiden: Reis, Mais, Kamut, Dinkel, Weizen, Hirse, Roggen, Hafer, Gerste, Sorghum, Amaranth, Quinoa u.a.m.. Welche besonderen Eigenschaften der Getreide dies ermöglicht haben, zeigt Prof. Dr. Werner Kollath in seinem Buch "Getreide und Mensch, eine Lebensgemeinschaft". Erst als diese aufgekündigt wurde, hielten chronische Krankheiten und Degeneration Einzug. Ausgelöst wurde die Veränderung durch die "Industrielle Revolution". Großmühlen erlaubten das Mahlen auf Vorrat. Weil gelagertes Mehl durch Oxidation der Keimöle ranzig wurde, siebte man den Keim und die Randschichten aus. Endprodukt: "Feines Auszugsmehl". (aus http://www.dr-schnitzer.de/kranksein-buergerpflicht.html)
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