Die Cranberry oder großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Heidelbeere. Die große, dunkelrote Beere hat ein helles, knackig festes Fruchtfleisch und einen fruchtig-herben Geschmack. Cranberries weisen zum Teil weiße oder cremefarbene Streifen auf. Diese sind kein Zeichen von Unreife. Die Beeren entwickeln eine einheitlich rote Farbe während der Verarbeitung. Cranberries enthalten Vitamin C. Durch die natürliche Wachsschicht sind sie ziemlich lange haltbar.
Von Oktober bis etwa Dezember gibt es hierzulande frische Cranberries, mit denen sich leckere Sachen zaubern lassen. Außerdem kann man die frischen Beeren hervorragend einfrieren und auch frisch bis zu einem Monat im Kühlschrank aufbewahren. (Cranberries werden ungewaschen eingefroren. Sie können dann bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Für den Gebrauch nicht auftauen, sondern die Cranberries mit kaltem Wasser abspülen und wie frische Beeren zubereiten.)
In Nordamerika gibt es weit über 100 verschiedene Cranberry Sorten. In einem Bulletin der Universität Massachusetts findet sich sogar der Verweis auf 175 Sorten. Die meisten sind Auslesen aus Wildvorkommen, die den Namen des Farmers tragen, der sie selektiert hat.
Rotes Gold - Die Cranberryfarmer in den USA ernten jährlich weit über 150 Millionen kg Cranberry, eine gigantische Zahl und doch nicht genug, um die Nachfrage zu decken, denn mit den brandaktuellen Entdeckungen über den sensationellen Gesundheitswert hat der Cranberry-Verzehr eine neue Dimension erreicht. Kaum vorstellbar, dass es in Zeiten der weltweiten Überproduktionen noch so etwas gibt. Cranberry-Produkte sind in den Staaten allgegenwärtig, in den privaten Haushalten ebenso wie in allen Restaurants, und auch hierzulande wächst der Bekanntheitsgrad stetig.
Die Kräfte dieser Beeren, die schon von den Ureinwohnern gepriesen wurden, finden heute in der Medizin ernsthafte Beachtung. Bioaktive Substanzen wirken nachweislich antioxidativ und antibakteriell (Anwendungsgebiet z. B. Nieren-Blasen-Harnwegsinfektionen) und antiparasitär. In Australien erhalten Strahlungspatienten Cranberry zur Reduzierung der Nebenwirkungen von radioaktiven Strahlen, in Russland beinhaltet ein Gesundheitsprogramm für Tschernobyl-Opfer die Ernährung mit Cranberries. (Rutgers Universität, New Jersey 1998).
Rezeptidee: Cranberry-Sauce
Zutaten:
340 g frische Cranberries
200 g Xylitol (oder Zucker)
0,25 l Wasser
Zubereitung:
Xylitol und Wasser in einen Topf geben, umrühren bis sich der Zucker auflöst und aufkochen. Die gewaschenen Cranberries hinzufügen und ca. 10 Minuten kochen, bis die Beeren aufplatzen und bei reduzierter Hitze bis auf die Hälfte eindicken. Das Ganze auf Raumtemperatur abkühlen. In den Kühlschrank stellen bis die Sauce fest ist. Warm oder kalt servieren. Die Sauce passt zu Wild, Geflügel oder Fleisch. Sie kann aber genauso zum Nachtisch als Kompott mit Sahne, Vanillespeisen, Eis oder Joghurt serviert werden. Ebenso läßt sie sich als Kuchenfüllung oder Brotaufstrich verwenden. Cranberry-Sauce hält sich gekühlt einige Tage.
Cranberry Apple Pie
Mürbeteig aus 250 Gramm Mehl, je 100 Gramm Butter und Zucker (Xylitol), Prise Salz, 1 Ei und etwas Eiswasser
1 Tasse geschälte Äpfel in dünnen Scheiben
2 Tassen frische Cranberries
1/2 Tasse Cidre
3/4 Tasse Zucker (Xylitol), etwas Zimt
Prise Salz
Zubereitung:
Springform mit 2/3 des Teiges auskleiden. Äpfel, Cranberries und Cidre in einem Topf garen, bis die Früchte weich sind, Zucker, Zimt, Prise Salz unterrühren. In die Teigform geben und bei 200 Grad 20 bis 25 Minuten backen. Aus dem restlichen Teig kleine dekorative Formen ausstechen (Herzen, Sterne), etwa 10 Minuten backen. Damit den Pie garnieren. Am besten lauwarm mit kalter Schlagsahne!
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