Die Cranberry oder großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Heidelbeere. Die große, dunkelrote Beere hat ein helles, knackig festes Fruchtfleisch und einen fruchtig-herben Geschmack. Cranberries weisen zum Teil weiße oder cremefarbene Streifen auf. Diese sind kein Zeichen von Unreife. Die Beeren entwickeln eine einheitlich rote Farbe während der Verarbeitung. Cranberries enthalten Vitamin C und durch die natürliche Wachsschicht sind sie lange haltbar.
Von Oktober bis etwa Dezember gibt es in Deutschland frische Cranberries, mit denen sich leckere Sachen zaubern lassen. Außerdem kann man die frischen Beeren hervorragend einfrieren und auch frisch bis zu einem Monat im Kühlschrank aufbewahren. (Cranberries werden ungewaschen eingefroren. Sie können dann bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Für den Gebrauch nicht auftauen, sondern die Cranberries mit kaltem Wasser abspülen und wie frische Beeren zubereiten.)
Lange bevor die Pilgrims aus England 1620 den amerikanischen Kontinent betraten, bereiteten die Indianer eine Speise zu, die außer getrocknetem Rindfleisch und geschmolzenem Fett auch zerriebene Cranberries enhielt. "Pemmican" so der Name dieses "Energieriegels", war wohlschmeckend und lange haltbar. Außerdem wurden der Cranberry von den Indianern heilende Kräfte zugesagt. Die Medizinmänner bereiteten aus Cranberries Breiumschlag, der Gift aus Pfeilwunden herauszog. Den Squaws diente der intensive rote Saft zum Färben von Gewändern und Bemalen des Körpers. Die Pilgrims gaben der Cranberry ihren jetzigen Namen. Sie erkannten in den pinkfarbenen Blüten die Köpfe von Kranichen, daher die Bezeichnung "crane berry", später verkürzt in Cranberry.
In Nordamerika gibt es weit über 100 verschiedene Cranberry Sorten. In einem Bulletin der Universität Massachusetts findet sich sogar der Verweis auf 175 Sorten. Die meisten sind Auslesen aus Wildvorkommen, die den Namen des Farmers tragen, der sie selektiert hat.
Rotes Gold -
Die Cranberryfarmer in den USA ernten jährlich weit über 150 Millionen kg Cranberry, eine gigantische Zahl und doch nicht genug, um die Nachfrage zu decken, denn mit den brandaktuellen Entdeckungen über den sensationellen Gesundheitswert hat der Cranberry-Verzehr eine neue Dimension erreicht. Kaum vorstellbar, dass es in Zeiten der weltweiten Überproduktionen noch so etwas gibt. Cranberry-Produkte sind in den Staaten allgegenwärtig, in den privaten Haushalten ebenso wie in allen Restaurants, und auch hierzulande wächst der Bekanntheitsgrad stetig.
Die Kräfte dieser Beeren, die schon von den Ureinwohnern gepriesen wurden, finden heute in der Medizin ernsthafte Beachtung. Bioaktive Substanzen wirken nachweislich antioxidativ und antibakteriell (Anwendungsgebiet z. B. Nieren-Blasen-Harnwegsinfektionen) und antiparasitär. In Australien erhalten Strahlungspatienten Cranberry zur Reduzierung der Nebenwirkungen von radioaktiven Strahlen, in Russland beinhaltet ein Gesundheitsprogramm für Tschernobyl-Opfer die Ernährung mit Cranberries. (Rutgers Universität, New Jersey 1998).
Insbesondere über Strukturvertriebe wird heute eine Fülle von meist überteuerten Nahrungsergänzungen angeboten. Bei näherer Betrachtung zeichnen sich viele Produkte durch ein schlechtes Preis/Vitalstoff Verhältnis aus. Setzen Sie stattdessen lieber auf eine gezielte Ernährung auf der Basis von Lebensmitteln mit besonderem Vitalstoffgehalt. Dies ist preiswerter und zweckdienlicher. In besonderen Fällen können auch natürliche Nahrungsergänzungen mit bestimmten Inhaltsstoffen Sinn machen.
Rezeptidee: Cranberry Apple Pie
Mürbeteig aus 250 Gramm Mehl, je 100 Gramm Butter und Zucker, Prise Salz, 1 Ei und etwas Eiswasser
1 Tasse geschälte Äpfel in dünnen Scheiben
2 Tassen frische Cranberries
1/2 Tasse Cidre
3/4 Tasse Zucker (alternativ Ahornsirup), etwas Zimt
Prise Salz
Zubereitung:
Springform mit 2/3 des Teiges auskleiden. Äpfel, Cranberries und Cidre in einem Topf garen, bis die Früchte weich sind, Zucker (Ahornsirup), Zimt, Prise Salz unterrühren. In die Teigform geben und bei 200 Grad 20 bis 25 Minuten backen. Aus dem restlichen Teig kleine dekorative Formen ausstechen (Herzen, Sterne), etwa 10 Minuten backen. Damit den Pie garnieren. Am besten lauwarm mit kalter Schlagsahne!
Cranberry Rohkost
Zutaten:
4 Tassen frische Cranberries
2 Äpfel mit Schale
1 ganze Schale einer unbehandelten Orange
1 Tasse brauner Zucker (alt. Ahornsirup)
Zubereitung: Von der Apfelsinenschale so viel weiße Innenhaut wie möglich heraus kratzen. Die Äpfel vierteln und entkernen. Alle Früchte und die äussere Schale der Apfelsine (die orangene) in einer Küchenmaschine fein raspeln. Anschliessend mit dem Zucker mischen und in Schraubgläser füllen. Diese Rokost hat es, vom Vitalstoffgehalt, wirklich in sich und sie ist im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.
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