Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von 25- 30 g Ballaststoffen pro Tag. Zurecht:
Ballastoffe helfen bei der Verdauung, können die Cholesterinwerte verbessern und sogar bei Darmkrebs helfen. Was
Ballaststoffe sind und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind, erfahren sie in den folgenden Zeilen.
Was sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind zumeist unverdauliche Nahrungsbestandteile, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten
sind. Dazu zählen Fasern, Schalen, Zellwände und Gerüstsubstanzen. Ballaststoffe quellen im Magen durch die Zugabe
von Körper- und Nahrungsflüssigkeiten auf, und verstärken so das Sättigungsgefühl. Ballaststoffe regeln den
Stuhlgang, weil sie dem Stuhl das ausreichende Volumen geben. Ballaststoffe werden nicht oder nur kaum verdaut, dennoch
löst der Körper wichtige Mineralien und Vitamine aus den ihnen heraus. Ein Mangel an Ballastoffen kann sowohl zu
Verstopfung und Hämorriden als auch zu erhöhten -und Zuckerwerten führen. Ballaststoffe werden von Experten außerdem
als hilfreiches Mittel gegen Darmkrebs und andere Darmkrankheiten gesehen. Von der DGE (Deutschen Gesellschaft für
Ernährung) und vielen Ärzten wird der Verzehr von 25-30 Gramm empfohlen - viele Bürger bleiben weit unter dieser
Empfehlung.
In welchen Lebensmitteln Ballaststoffe enthalten?
Grüne Blätter: Grüne Blätter sind ein reichhaltige Quelle an Eisen und Ballaststoffen. Zu den
grünen Blättern mit dem höchsten Ballaststoffgehalt zählen Spinat und Mangold. Um die Zufuhr von grünen Blättern
zu steigern, können Sie zum Beispiel ihre Brote zusätzlich mit einem Salatblatt belegen. Oder pürieren Sie grüne
Blätter zusammen mit Früchten zu leckeren grünen Smoothies.
Getreide: Traditionell zählen Weizenkleie mit einem Anteil von 85% zu den reichhaltigsten
Ballaststoffquellen. Nach Meinung vieler Experten sollten Getreide jedoch möglichst in gekeimter Form verzehrt werden.
Statt den üblichen Müslis aus dem Supermarkt, greifen Sie daher lieber zu Müslis aus gekeimtem Getreide. Als
Alternative zu Weizenkleie können Sie Kokosmehl verwenden, das ebenfalls reich an Ballastoffen ist und dazu vorzüglich
schmeckt.
Samen: Lein- und Flosamen sind für ihren hohen Ballaststoffanteil bekannt. Leinsamen enthalten 27, 3 g
Ballaststoffe per 100 g. Durch Hinzunahme von Samen in die tägliche Ernährung, können Sie ihre Ballaststoffzufuhr
deutlich erhöhen. Leinsaat und auch Flohsamen sollten vor dem Verzehr eingeweicht und mit sehr viel Flüssigkeit
eingenommen werden.
Hülsenfrüchte: Bohnen und Linsen enthalten viele Ballaststoffe. Schwarze Bohnen, dicke Bohnen und
Nierenbohnen sind hierbei besonders reichhaltig. Hülsenfrüchte werden verträglicher, wenn man sie vor dem Kochen zwei
Tage ankeimen lässt. Linsen und Bohnen sind als Sprossen besonders hochwertig.
Nüsse: Nüsse sind ebenso eine hervoragende Ballastoffquelle. Mandeln zum Beispiel enthalten 12, 2 g
Ballaststoffe per 100 g. Auch Haselnüsse, Pistazien oder Pecannüsse sind ballastoffreiche Lebensmittel. Nüsse sollten
möglichst frisch und direkt aus der Schale verzehrt werden. Eingeweicht in Wasser und/oder leicht angekeimt sind sie
vom Körper noch besser verwertbar.
Früchte: Auch in Früchten, insbesondere in Beeren, sind viele Ballaststoffe enthalten. Unter den
Beeren zählen Brombeeren, Blaubeeren und Hollunderbeeren als besonders wertvoll mit einem Ballaststoffanteil von 8 bis
10 g per Tasse.
Kräuter und Gewürze: Kräuter und Gewürze sind eine hervorragende Quelle für Ballastoffe. Dazu
gehören z.B. Oregano, Rosmarin, Koriander, Basilikum, Salbei, Nelken, Schwarzer Pfeffer, Zimt, Chillipulver oder
Paprika.
Gemüse: Viele Gemüsesorten wie z.B. Sellerie, Kohl und Schwarzwurzel sind mit vielen Ballaststoffen ausgestattet.
Artischoken enthalten neben einer größeren Menge an Ballastoffen auch Vitamin K und Folsäure. Darüberhinaus enhält
die Artischoke Vitamin C, Magnesium, Mangan und Kalium.
Andere: Pseudogetreidesorten wie Hirse, Buchweizen und Amaranth verfügen über größere Mengen an
Ballaststoffen. Auch vollwertiger Kakao wird wegen seines Ballaststoffgehalts geschätzt.
Last modified on 2012-03-30 19:11
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Tuesday, April 24. 2012 at 02:40 (Link) (Reply)