Haben Sie schon einmal eine Tasse ungesüßten Schafsgarbentee getrunken? Schon allein bei der Vorstellung,
verzieht es den meisten Menschen das Gesicht: der Tee ist bitter. Doch gerade die Bitterstoffe sind für unsere
Gesunheit besonders nützlich. Sie fördern sowohl Verdauung als auch das Immunsystem, zügeln den Appetit und fördern
die Aufnahme von Nährstoffen.
In vielen Kulturkreisen und naturheilkundlichen Systemen spielen Bitterstoffe eine große Rolle. Dort zählen
Bitterstoffe zu den wichtigsten Grundstoffen für eine gute Gesundheit und eine hohe Lebenserwartung. Im 19 Jahrhundert
machte Betram Heidelberger die Entdeckung, dass zuviel und zäher Schleim die Ursache der meisten Krankheiten sei.
Seiner Ansicht nach, liegt dies haupsächlich in einer fehlerhaften Speichel- und Schilddrüsenfunktion begründet. In
erster Linie sei es der Schleim, der bei Nahrungsaufnahme Magen und Nieren zuerst verunreinige und nach und nach alle
anderen Organe mit in Mitleidschaft ziehe. Ein ähnliche Theorie über die Entstehung von Krankheiten durch Schleim
findet sich in der chinesischen Medizin. Bitterstoffe schaffen hier Abhilfe.
Bitterstoffe fördern die Verdauung
Ohne ein gesundes Verdauungsstem, ist wahre Gesundheit nicht möglich. In diesem Punkt sind sich die meisten
Heilpraktiker und Naturärzte einig. Funktioniert die Verdauung nicht einwandfrei, stellen sich schnell Beschwerden
unterschiedlichster Art ein. Magenverstimmung, Sodbrennen, Blähungen - das alles kann mit einem schlecht
funktionierenden Verdaaungssystem zu tun haben. Die Auswirkungen auf den Organismus können sich in unterschiedlichsten
Symptomen niederschlagen, von Müdigkeit bishin zu Angstzuständen. Selten werden diese Beschwerden von Beginn an mit
dem Verdauungstrakt in Verbindung gebracht.
Eine augewählte Kombination von verschiedenen Bitterstoffen unterstützen die Verdaaung. Im Gegensatz zu chemischen
Säureblockern und anderen, ebenfalls chemischen Medikamenten, setzen Bitterstoffe direkt an der Wurzel des Problems an:
der Verdauung. Sie beleben das gesamte Verdauungssystem, indem sie die Produktion der Verdauungssäfte anregen. Hierbei
wird die Nahrung besser verstoffwechselt und die Nährstoffe besser verwertet. So bleiben die Darmwände geschmeidig und
die Darmflora gesund, auch Ihr Immunsystem aktiviert und stabilisiert.
Bitterstoffe stimulieren die Verdauungsorgane
Sobald Sie den bitteren Geschmack auf Ihrer Zunge wahrnehmen, wird vermehrt Speichel abgesondert und über
Körperreflexe die Produktion der entsprechenden Verdaaungssäfte aktviert. Die für die Assimaltion von Nährstoffen
wichtigen Flüssigkeiten wie Gallenflüssigkeit, Magensäfte und Insulin werden freigesetzt. Bitterstoffe sind zudem in
der Lage, die Darmbewegungen anzuregen. So können Nahrungsreste schneller ausgeschieden und Vitalstoffe aus der Nahrung
besser verdaut werden. Bitterstoffe regen auch die Leber an, die für den Abbau von Gifstoffen zuständig ist.
Bitterstoffe beginnen also schon in der Mundhöhle, Ihre Verdauung zu unterstützen.
Bitterstoffe als natürlicher Appetitzügler
Ursprünglich fanden sich in fast allen Gemüse und Getreidesorten Bitterstoffe. Erst über die Jahre und unzählige
Kreuzungen, wurden sie den Pflanzen heraus gezüchtet. Die Bitterstoffe in der Nahrung zügelten den Appetit auf ein
gesundes Maß. Durch die fehlenden Bitterstoffe können wir heute weitaus mehr essen, als unser natürlicher Hunger uns
erlaubt. Dies hat Folgen für die Figur und für die Gesundheit. Finden wir zurück zu mehr Bitterstoffen in unserer
Nahrung, fühlen wir uns der verarbeiteten und überzuckerten Industrienahrung nicht mehr so zugetan, und können mehr
auf gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte konzentrieren.
Bitterstoffe regulieren das Sauere-Basen-Gleichgewicht
Über die Aufnahme von Bitterstoffen gelangen basische Verbindungen in den Körper, die wiederum einen erhöhten
Säurespiegel, z.B. durch ungesunde Ernährung, ausgleichen können. Neben der Entsäuerung des Körpers, fördern
Bitterstoffe auch das Herz-Kreislauf-System. Dabei fördern sie die Durchblutung der Organe und verbessern deren
Funktion. Überdies halten Bitterstoffe die Blutgefäße flexibel und wirken so blutdruckregulierend.
Wo sind Bitterstoffe enthalten?
Da viele Gemüse- und Obstsorten heute nicht mehr ihren ursprünglichen Gehalt an Bitterstoffen enthalten, hier ein
Ueberblick in welche Nahrungmittel noch gesunde Bitterstoffe zu finden sind.
Gemüse: Radicchio, Chicorcce, Rucola, Endiviensalat, Blumenkohl, Artischocken Obst:
Zitrusfrüchte wie Grapefruits, Orangen, Zitronen Getreide: Amaranth, Hirse Gewürze:
Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Kümmel, Fenchel, Anis, Küchenkräuter: Thymian, Wachholder, Majoran,
Liebstckel, Rosmarin, Estragon, Lorbeerblätter, Sauerampfer, Salbei. Heilkräuter: Kamille,
Artischockenblätter,, Benediktenkraut, Bitterklee, Galgantwurzel, Gelber Enzian, Hopfenzapfen, Mariendistel,
Tausendgüldenkraut, Salbei, Echter Engelwurz, Enzianwurzel, Schafgarbe, Biernelle, Wermut
Ein hochwertiges Bitterstofftonikum enthält im Idealfall verschiedene Arten von bitterstoffhaltigen Kräuter.
Besonders zu empfehlen ist hier das Heidelberger Sieben-Kräuter-Pulver. Mit einer Kombination aus sieben wichtigen
Bitterstoffen, nämlich Schafgarbe, Wachholder, Fenchel, Anis, Kümmel, Biernelle und Wehrmut.
Gewöhnen Sie Ihren Körper an Bitterstoffe
Zu Beginn fällt es den meisten Menschen schwer, Bitterstoffe aufzunehmen - zulange wurde ihr Geschmacksinn von
hochkonzentrierter Industrienahrung maltetriert. Steigern Sie die Zugabe von Bitterstoffen langsam und achten die dabei
auf Ihr Körpergefühl. Bereits nach kurzer Zeit können Unterschiede in der Verdauung wahrgenommen werden. Optimale
Ergebnisse stellen sich unter Umständen erst im Laufe einiger Wochen ein. Je nach dem, wie es um die restliche
Gesundheit steht.
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